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In der Presse

Warum ist Alparslan Kuytul sowohl eine wichtige als auch eine wertvolle Figur?

Warum ist Alparslan Kuytul sowohl eine wichtige als auch eine wertvolle Figur?

In seinem Artikel vom 29. August 2026 nimmt sich der Karar-Kolumnist Salih Cenap Baydar Alparslan Kuytul nicht über eine Gerichtsakte vor, sondern über eine Funktion: wie das Gerechtigkeitsgefühl in einer Gesellschaft abgetragen wird und wozu Meinungsführer dagegen taugen.

Der Rahmen des Artikels

Für Baydar ist das Gerechtigkeitsgefühl dem Menschen angeboren, wird aber nicht von selbst zu Bewusstsein. Je mehr eine Gesellschaft die Protektion als "seine Sache erledigen", die Günstlingswirtschaft als "sich um die Verwandten kümmern" und die Bestechung als "die Sache beschleunigen" normalisiert, desto mehr wird dieses Gefühl abgetragen. Was das Abtragen aufhält, sind Meinungsführer, die es über sich bringen, für die Verteidigung eines Rechts die eigene Sicherheit und Bequemlichkeit zu verlieren: Sie machen die sittliche Ahnung sichtbar, die Menschen in sich spüren, aber nicht benennen können.

Der Autor setzt Namen aus der Geschichte und aus der Gegenwart in diesen Rahmen — von den Propheten über Martin Luther King und Rachel Corrie bis zu Namen aus der Türkei, die über die Grenzen des eigenen Milieus hinausgingen und das Recht anderer verteidigten. Kuytul stellt er in diese Reihe als einen neuen Namen, der in dieselbe Richtung geht, mit dem Vorbehalt, es sei "noch zu früh, ihn hinzuzufügen".

Der Punkt, den er für unterscheidend hält

Dass Kuytul die Gerechtigkeit nicht in einer säkularen Sprache der Menschenrechte verteidigt, sondern in der Sprache des Glaubens. Das nimmt der Idee der Gerechtigkeit den Charakter eines von außen eingeführten politischen Diskurses und macht daraus eine sittliche Verpflichtung, die aus der eigenen Glaubenswelt der Gesellschaft aufsteigt — und erschwert es nach Ansicht des Autors auch, ihre Wirkung zu brechen.

Der Teil, der dieses Archiv unmittelbar betrifft

Der letzte Abschnitt des Artikels beschreibt mit einer Feder von außen, warum es diese Seite gibt. Baydar sagt, Machtzentren diskreditierten die einwendende Person, statt sich mit dem Einwand selbst zu befassen, um einen Gewissenseinwand unwirksam zu machen: Ziel sei, dass die Frage nicht mehr "Stimmt, was er sagt?" laute, sondern "Wer ist dieser Mann?". Er erinnert daran, dass die Anschuldigungen gegen Kuytul mit diesem Blick zu betrachten sind und dass die Unschuldsvermutung gilt, solange kein rechtskräftiges Gerichtsurteil vorliegt.

Dieser Artikel ist hier nicht erneut veröffentlicht worden. Seine Quellenangabe, seine Zusammenfassung und sein Link sind zu Archivzwecken festgehalten; für den vollständigen Text benutzen Sie den Link in der Quellenangabe.

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