Zehn nach Erzurum Verlegte sitzen in Isolationshaft
Nach dem Bericht von Furkan Haber vom 16. September 2026 werden zehn der in dem Verfahren vom 19. August 2026 Inhaftierten in Isolationshaft gehalten. Alle zehn wohnten in Adana und Umgebung, wurden aber ohne vorherige Benachrichtigung ihrer Familien und Anwälte nach Erzurum verlegt.
Eine solche Verlegung verändert mehr als den Haftort. Da keine amtliche Mitteilung erfolgte, mussten die Angehörigen selbst herausfinden, in welches Gefängnis der Einzelne gebracht worden war; für Familien aus dem Raum Adana bedeutet ein Besuch nun eine Reise ans andere Ende des Landes. Auch Alparslan Kuytul, der Hauptbeschuldigte desselben Verfahrens, wurde nach Erzurum gebracht, rund 1000 Kilometer von seinem Wohnort entfernt, und in ein Hochsicherheitsgefängnis jenes Typs verlegt, der in der Öffentlichkeit "Brunnentyp" genannt wird.
In diesem Verfahren wurden insgesamt 36 Personen inhaftiert, Alparslan Kuytul, Semra Kuytul und 34 Mitglieder, obwohl keine konkreten Beweise vorlagen; Isolation und Verlegungen in weit entfernte Provinzen dauern seither an.
Quelle: Furkan Haber, 16. September 2026