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In seinen eigenen Worten

14 der 22 Monate im Gefängnis vergingen in einem Einzelzimmer

14 der 22 Monate im Gefängnis vergingen in einem Einzelzimmer

Fakten

Der Zeitraum, um den es geht, ist dieser: Am 30. Januar 2018 wurde eine Operation gegen die Furkan-Stiftung durchgeführt, Alparslan Kuytul wurde am 8. Februar 2018 verhaftet und am 5. Dezember 2019 freigelassen. Die folgende Schilderung stammt aus dem Interview, das er fünf Tage nach seiner Entlassung, am 10. Dezember 2019, gab.

Die Haft dauerte 22 Monate. Nach seinen eigenen Worten vergingen, wenn man die zehntägige Zeit des Polizeigewahrsams mitrechnet, 14 Monate dieser Zeit allein in einem Zimmer für drei Personen.

Die Einsamkeit war keine Wahl. Er stellte wiederholt Anträge, jemanden zu ihm zu legen, und schrieb sogar an das Ministerium. Die Antwort, die er von der Gefängnisleitung erhielt, war ein einziger Satz: "Aus dem Ministerium liegt eine solche Anweisung zu Ihnen vor."

Am Ende des zehnten Monats wurde der Vorsitzende der Furkan-Stiftung, Ali Alagöz, in dasselbe Zimmer gelegt. Als Alagöz im September 2019 freikam, blieb Kuytul wieder allein und blieb es bis zum Tag seiner Entlassung.

Wie er diese Anordnung liest, sagt er selbst:

"Sie haben mich gewissermaßen in die Isolation gesteckt, um psychische Folter auszuüben."

Was danach kam, schildert er jedoch nicht in der Sprache der Klage: "In den ersten zwei, drei Monaten hatte ich Schwierigkeiten, aber Gott hat mich an die Isolation, an das Alleinsein gewöhnt."

Zum selben Zeitraum gibt es zwei weitere Inhalte: die drei Punkte, die er selbst aufzählt, als Grund seiner Verhaftung, und das Maß der Ungerechtigkeit, das er in seinen Interviews nach der Entlassung wiederholte.

Welches Verfahren, welche Daten?

Alles auf dieser Seite gehört zu einem einzigen Zeitraum: der Operation gegen die Furkan-Stiftung am 30. Januar 2018, der Verhaftung am 8. Februar 2018 und der Entlassung am 5. Dezember 2019. Quelle der Schilderung sind das nach der Entlassung gegebene Interview vom 10. Dezember 2019 sowie die Forumssendung vom 13. Dezember 2019.

"Allein in einem Zimmer für drei Personen"

Die Einzelheit, die zeigt, was Isolation ist, ist die Größe des Zimmers. Kuytul wurde nicht in einer Einzelzelle festgehalten, sondern in einem Zimmer für drei Personen — doch in diesem Zimmer war monatelang nur er selbst. Rechnet man die zehntägige Zeit des Polizeigewahrsams mit, so vergingen 14 Monate der 22-monatigen Haft auf diese Weise.

Die Einsamkeit war also keine Notwendigkeit, die aus Platzmangel oder aus der Überbelegung des Gefängnisses entstand. Platz war da; es wurde niemand hineingelegt.

Die Anträge und die gegebene Antwort

Kuytul nahm diesen Zustand nicht schweigend hin. Er beantragte bei der Gefängnisleitung wiederholt, jemanden zu ihm zu legen, und als er nichts erreichte, schrieb er an das Ministerium. Die Antwort der Leitung zeigte auch, wo die Entscheidung getroffen worden war:

"Aus dem Ministerium liegt eine solche Anweisung zu Ihnen vor."

Diese Antwort sagt, dass die Isolation keine routinemäßige Sicherheitsmaßnahme auf Gefängnisebene war, sondern auf einer personenbezogenen Anweisung beruhte.

Der Zimmergenosse, der nach zehn Monaten kam

Am Ende des zehnten Monats wurde der Vorsitzende der Furkan-Stiftung, Ali Alagöz, in dasselbe Zimmer gelegt. Diese Zwischenzeit dauerte nicht lange: Als Alagöz im September 2019 freikam, blieb Kuytul wieder allein und blieb es bis zum 5. Dezember 2019.

Daraus ergibt sich auch die Gesamtsumme von 14 Monaten: am Anfang etwa zehn Monate, am Ende etwa vier Monate.

Auch wie er es schildert, ist eine Information

Kuytul beschreibt diese Anordnung nicht wie einen Zufall, sondern wie eine Methode: "Sie haben mich gewissermaßen in die Isolation gesteckt, um psychische Folter auszuüben."

Dennoch ist der Ton der Schilderung nicht der einer Klage. Im selben Interview spricht er von der Mühe wie vom Sich-Gewöhnen mit derselben Schlichtheit: "In den ersten zwei, drei Monaten hatte ich Schwierigkeiten, aber Gott hat mich an die Isolation, an das Alleinsein gewöhnt."

Im selben Interview spricht er auch über den Anteil des Kampfes draußen an seiner Entlassung und weist dort auf ein einziges Maß hin: "Einen solchen Kampf, ohne einen Stein auf die Polizei zu werfen — ich kenne keinen in der Geschichte der Türkei, in der Geschichte der Republik." Nach seinen eigenen Worten liegt der Grund dafür in den seit Jahren gehaltenen Lehren — "du wirst dein Recht einfordern, aber du wirst es auf rechtmäßigen Wegen einfordern, du wirst keinen Schaden anrichten".

Was diese Seite sagt und was sie nicht sagt

Was hier wiedergegeben wird, ist kein Gerichtsurteil und keine Feststellung eines Dritten; es ist Kuytuls eigene Schilderung der Haftbedingungen. Die Daten und die Personen wurden ausdrücklich genannt, damit der Leser sie auch selbst nachverfolgen kann.

Die Seite behandelt ausschließlich die Haft von 2018–2019. Heute gibt es ein gesondertes und laufendes Gerichtsverfahren; keine Information auf dieser Seite bezieht sich auf jenes Verfahren.

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